_Vernissage LOKAL am Freitag, den 10.2.
Trinken, Tanzen, Singen. Immer nebenan. Immer lokal. Immer im Lokal.
LOKAL ist eine 3-Kanal-Videoinstallation von Daniel Kötter und Hannes Seidl
Zur Vernissage am Freitag ab 19 Uhr laden wir herzlich ein.
Trinken, Tanzen, Singen. Immer nebenan. Immer lokal. Immer im Lokal.
LOKAL ist eine 3-Kanal-Videoinstallation von Daniel Kötter und Hannes Seidl
Zur Vernissage am Freitag ab 19 Uhr laden wir herzlich ein.
2012: Die letzten Tage der Menschheit. Apokalypse, Finanzkrise, Fukushima, Weichmacher in PET-Flaschen, Präimplantationsdiagnostik, Super-Algorithmen, die ewig unverbesserlichen Amateurpyrotechniker in den Stadien, die Chaoten von Occupy, Christian Wulff. Und und und! Es sieht düster aus. Insofern will der Filmclub seine Anhänger vorbereiten auf das, was im Falle eines Falles so kommen könnte.
Wir haben eine Auswahl von Filmen getroffen, die einige Aussichten für eine katastrophale Zukunft vorstellen sollen, sei es aus marxistischer, konsumkritischer, unterhaltender, ästhetischer oder ökologischer Perspektive, etc..
Alle Filme in Originalfassung, ggfls. mit Untertiteln.Eintritt frei bei gewohnter temporärer Vereinsmitgliedschaft.
hier und kommt vorbei.
02.11.11 – 14.12.11 „Abschied von gestern“ – Aufbruch der westdeutschen Autorenfilmer in den 60er Jahren
„Der Zusammenbruch des konventionellen deutschen Films entzieht einer von uns abgelehnten Geisteshaltung endlich den wirtschaftlichen Boden. Dadurch hat der neue Film die Chance, lebendig zu werden. […] Wir erklären unseren Anspruch, den neuen deutschen Spielfilm zu schaffen. Dieser neue Film braucht neue Freiheiten. Freiheit von den branchenüblichen Konventionen. Freiheit von der Beeinflussung durch kommerzielle Partner. Freiheit von der Bevormundung durch Interessengruppen.
Wir haben von der Produktion des neuen deutschen Films konkrete geistige, formale und wirtschaftliche Vorstellungen. Wir sind gemeinsam bereit, wirtschaftliche Risiken zu tragen.
Der alte Film ist tot. Wir glauben an den neuen.“
Auszug aus dem Oberhausener Manifest (28. Februar 1962)
Mit dem Einbruch der sechziger Jahre befindet sich das deutsche Kino in der Krise. Gravierender Faktor ist sicherlich die massenhafte Verbreitung des Fernsehens, die einen dramatischen Rückgang der Besucherzahlen und die Pleite zahlreicher Produktionsfirmen verursacht. Die Nachkriegsregisseure und Remigranten, die den deutschen Kinobetrieb in den 50er Jahren dominierten, ziehen sich zurück, sterben oder stagnieren in ihrem Schaffen; Erfolg haben nur noch seriell gefertigte Produkte wie die Wallace-Verfilmungen. Zugleich tritt eine junge Generation von Filmautoren auf, die unter dem Eindruck der französischen „Nouvelle Vague“ und der Auseinandersetzung mit der „Kritischen Theorie“ der Frankfurter Schule die mangelnde künstlerische Qualität der zeitgenössischen Filmproduktion und v.a. deren politische Funktion zur Verschleierung gesellschaftlicher Herrschaftsverhältnisse und damit einhergehend zur Stabilisierung von z.T. noch dem Faschismus entstammenden Konventionen und Wunschvorstellungen anprangern.
Die Jungen (Kluge, Reitz, Schlöndorff, die Schamonis etc.) formieren sich mit dem „Oberhausener Manifest“ und fordern die ökonomische Möglichkeit ein, andere, bessere (und das heißt oft: politisch engagierte) Filme machen zu können. Im Jahr 1966 schließlich kommt es zu zahlreichen Regiedebüts, die europaweit auf großes Interesse stoßen, wenngleich sie kommerziell bei weitem nicht so erfolgreich sind wie ihre französischen Pendants. Erst die nachfolgende Generation um Fassbinder, Herzog und Wenders wird in den siebziger Jahre größere Erfolge erreichen.
Im Filmclub wollen wir einige Filme dieser sehr heterogenen Bewegung zeigen und diskutieren (wenngleich von „Bewegung“ zu sprechen bei der Unterschiedlichkeit des Produzierten reichlich vermessen erscheint). Viele Filmautoren, die man eigentlich zeigen müsste, finden sich nicht im Programm (Schlöndorff, Reitz, Fassbinder, Herzog); stattdessen werden Autoren wie Thome oder Lilienthal präsentiert, mit denen uns die Beschäftigung auch in ästhetischer Hinsicht lohnenswert erscheint, selbst wenn sie nicht so große Bekanntheit genießen wie die Gesichter des „Neuen deutschen Films“.
Eintritt frei bei gewohnter temporärer Vereinsmitgliedschaft